Diebe, Betrüger, Pöbler & anderes Gesindel

Leider ein weniger erfreuliches Kapitel in WorldsAway. Es gibt ab und zu WA-Teilnehmer, die meinen, man könnte sämtliche Anstandsregeln ausser Acht lassen, nur weil WA anonym ist. So gibt es auch in Phantasus Lumpengesindel wie Diebe, Betrüger und Pöbler.

Auf jeden Fall darf man sich dadurch den Spass an WA nicht verderben lassen -
die positiven Seiten überwiegen bei weitem!

Es ist auch nicht so, dass das Lumpengesindel in der Überzahl wäre - ganz im Gegenteil, ich habe bis jetzt sogar recht wenig Lumpengesindel in Phantasus erlebt, aber schon haufenweise sehr nette und liebe Avatare !!! Vermutlich deshalb schmerzt es auch um so mehr, wenn man dann wirklich einmal einem Lumpen über den Weg läuft . Bitte denk daran, auch wenn Du diese Seite zu Ende gelesen hast:

Die allermeisten Avatare sind nette, freundliche und ehrliche Mitbewohner von Phantasus

Es ist eine der Eigenarten von Phantasus, dass es dort keine Polizisten gibt. Auch die Oracles und Acolyten verstehen und betätigen sich nicht als Polizisten - bestenfalls als Vermittler! Es gibt also keine offiziellen (von den Oracles berufene) Polizisten, ganz gleichgültig, was manche Avatare in ihren Namen schreiben - es sind und bleiben ganz normale Avatare wie Du und ich!!! Diese Eigenart rührt von der Philosophie der WA-Betreiber her, dass sich eine virtuelle Gemeinschaft bilden soll, die sich durch Gespräche, Diskussionen und Überzeugungsarbeit selbst konstituiert. Weitgehend funktioniert's auch, aber in einigen hartnäckigen Fällen versagt's halt einfach. Dann allerdings wird auch eingeschritten.
So kann es einem unverbesserlichen Dieb durchaus passieren, dass ihm bei fortgesetzter Tätigkeit ein Vermerk ins "Tell me about" gesetzt wird, der ihn als Dieb Brandmarkt. Das sieht dann etwa so aus, dass nach dem Anklicken des "Tell me about" des Diebes nicht das normale "This is a fellow Avatar, why not say hello" erscheint, sondern "Beware, this is a thief" (o.ä.). Bevor man also versucht, ein Geschäft mit einem unbekannten Avi zu machen, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in dessen "Tell me about"!!! Dies bedeutet natürlich keinesfalls, dass man nicht doch einem Dieb oder Betrüger aufsitzt, denn ein solcher Vermerk wird erst nach wiederholten und bewiesenen Betrügereien gesetzt.
Sollte das alles immer noch nicht helfen, dann soll's immer noch den Void (Gefängnis) geben, aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht nur ein Gerücht ist, wie der Klabautermann, der unartige kleine Kinder holen soll, falls sie nicht gehorchen. Auf jeden Fall habe ich bis heute weder den Void noch den Klabautermann je gesehen - vielleicht, weil ich zu brav bin?

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Möglichkeiten, wie gehandelt werden kann, sollte einem einmal ein Dieb, Betrüger, Pöbler oder sonstiger Lump über den Weg laufen. Es gibt kurzfristige Massnahmen, die sofort Angewendet werden können, um in der Situation zu retten, was zu retten ist (diese Massnahmen werden direkt bei den entsprechenden Abschnitten aufgezählt) und es gibt Massnahmen, die dem weiteren Vorgehen dienen.

 

Diebe

Diebe versuchen schlicht und einfach, so viele Items wie möglich zu stehlen. Dazu greifen sie sich einfach jedes Item, dessen sie sich habhaft werden können. Dabei spielt es ihnen keine Rolle, ob das draussen auf der Strasse, oder in einem Turf geschieht. So ist es z.B. auch schon vorgekommen, dass bei einer Geburtstagsfeier oder einer Hochzeitsfeier ein ungebetener Gast ins Turf marschiert ist, und einfach angefangen hat, Items einzusammeln. Man kann zumindest im eigenen Turf die Items auch festkleben, so dass nur die Turfowner diese Items wieder lösen und aufnehmen können.

Auch wenn man eine Chest oder Box auf der Strasse hinstellt, um z.B. nachzuschauen, was drin ist, oder um umzuräumen, kann es durchaus passieren, dass ein Dieb auftaucht und die Chest einfach stiehlt.

Mögliche Gegenmassnahmen sind:

  • In der Öffentlichkeit Chests oder Boxen nur dann auf die Strasse stellen, wenn man von 5 bekannten Freunden umgeben ist, so dass kein weiterer Avatar ins Locale kann.
  • Zum Umräumen der Taschen immer ein Turf oder einen Changingroom benutzen.
  • Einen Freund bitten, einen Token in der Hand bereitzuhalten. Sollte ein Dieb auftauchen, so kann er z.B. eine geöffnete Chest auch nicht einfach aufnehmen, sondern muss die Chest ebenfalls zuerst schliessen. In dem Moment, wo man die Diebesabsicht erkennt, drückt man dem Dieb einfach den bereitgehaltenen Token in die Hand, und verschafft seinem Freund so etwas Zeit, um die Chest selbst wieder aufzunehmen. Allerdings muss man aufpassen, dass man dem Dieb den Token mit dem richtigen Timing in die Hand drückt - nicht zu früh und nicht zu spät! Falls es funktioniert hat, hat der Dieb wenigstens nur einen Token, anstatt der ganzen Chest erwischt . Diese Möglichkeit nennt sich auch "golden handknuff" - eben, weil die Tokens goldig sind .
  • Einen Acolyte anpagen (Menü "Help / Page an Acolyte"). Allerdings sind nicht immer Acolytes im Dienst, und auch wenn es für die unmittelbar Betroffenen schwerwiegend ist, so kann ein solcher Vorfall durchaus auch administrativ behandelt werden.

 

Betrüger

Auch die Betrüger sind natürlich Diebe, aber sie gehen noch einen Schritt weiter, und versuchen andere Avis "über den Tisch" zu ziehen. Vorallem mit Newbies (Neulingen) haben sie dabei ein leichtes Spiel.

Beliebte Tricks sind:

  • Bei einem Geschäftsabschluss, wenn sie einem z.B. etwas abkaufen, fragen sie, wieviel man haben will, nehmen auch Tokens in die Hand, aber es ist nur 1 Token, anstatt der abgemachten 100 Tokens. Selbst wenn man ihnen dabei auf die Schliche kommt, behaupten sie einfach ganz dreist, man sei selber ein Betrüger und sie hätten einem 100 Token gegeben.
  • Sie verschwinden mit dem "gekauften" Item einfach ohne zu bezahlen in der Wolke.
  • Sie versprechen, die Tokens, die man bei sich trägt zu verdoppeln, dass sie dazu aber erst einmal Deine Tokens bräuchten.
  • Sie versuchen einem normale Items, die man an einem Vendo immer noch kaufen kann, als rare Item zu einem überzogenen Preis zu verkaufen.

Aber auch den Betrügern ist man nicht hilflos ausgeliefert:

  • Als Gott die Menschheit schuf, hat er nur ein einziges Gut wirklich gerecht verteilt - jeder sagt von sich, dass er genug davon besitz: Gesunden Menschenverstand! Also setz ihn auch ein
  • Bitte bei Geschäften einen Vermittler um Beistand. Am besten und zuverlässigsten ist es natürlich, wenn man einen Acolyten als Vermittler einsetzen kann. Aber das ist leider nicht immer möglich, weil einfach kein Acolyte erreichbar ist, bzw. der erreichbare Acolyte keine Zeit für Vermittlerdienste hat.
    Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines für beide Seiten vertrauenswürdigen normalen Avatars als Vermittler. Allerdings ist der Haken daran, dass auch ein "zufälligerweise" anwesender oder dazukommender Avatar des Einen oder Anderen Freund sein kann und mit ihm zusammen ein Team bildet.

 

Pöbler

Hat man es bei Dieben und Betrügern noch einigermassen selbst in der Hand, wieweit man ein Risiko eingehen will, ist man den primitiven Pöblern völlig ausgeliefert. Ein Pöbler kann einfach erscheinen und loslegen . Besonders Frauen sind hin und wieder unerfreulichen Belästigungen ausgesetzt. Erfahrungsaustausch und eigene Beobachtungen haben zur Erkenntnis geführt, dass kurzfristig nur totale Ignoranz einigermassen funktioniert. Es ist wie mit Kleinkindern, die Unfug anstellen: Sobald sie merken, dass sie eine Reaktion auslösen können, wird erst recht aufgedreht! Auch wenn es schwer fällt - für Männer, ihren Beschützerinstinkt zu unterdrücken und erst recht für direkt betroffene Frauen, diesen Schweinekram über sich ergehen zu lassen, gilt:

  • Eisern Nerven bewahren und ignorieren!

  • Falls die Belästigungen nicht aufhören und per ESP ankommen, kann als zusätzliche kurzfristige Massnahme der ESP-Modus blockiert werden. (Auf sich selbst klicken "Status / Turn ESP off" - und nicht vergessen, nach ein paar Minuten den ESP wieder zu aktivieren, damit einen auch Freunde wieder mit ESP erreichen können )

  • Einen Acolyte anpagen (Menü "Help / Page an Acolyte"). Allerdings sind nicht immer Acolytes im Dienst, und auch wenn es für die unmittelbar Betroffenen schwerwiegend ist, so kann ein solcher Vorfall durchaus auch administrativ behandelt werden.

Dies führt meist innert kürzester Zeit dazu, dass die Pöbler aufgeben. Auf gar keinen Fall bringt's etwas, wenn man sich mit ihnen einlässt, weil meistens die Emotionen im Weg stehen.
Hat man sich selbst völlig im Griff und ist rhetorisch gut drauf, kann man allenfalls versuchen, den Pöbler nüchtern und mit viel feinfühliger Diplomatie darauf aufmerksam zu machen, dass sein Ton hier am falschen Platz ist. Allerdings habe ich bis jetzt sehr, sehr wenige Mitmenschen kennengelernt, die das WIRKLICH draufhaben und nicht nur versuchen, ihren eigenen Emotionen - wenn auch subtiler - Luft zu verschaffen! Und, ganz ehrlich, ich weiss nicht, ob ausgerechnet Du so eine Ausnahme wärst - sorry .

 

Weiteres Vorgehen

Auch wenn die o.e. kurzfristigen Massnahmen (hoffentlich) geholfen haben, ist es manchmal angebracht, so einen Vorfall weiter zu verfolgen, auch wenn es nur als Information für die Acolyten und die Oracles dient. Erst recht, wenn alles zu spät ist und man voll ins Messer gelaufen ist. Sicher, es gibt keine Garantie, dass einem geholfen werden kann, denn es sind durchaus Situationen denkbar, in denen Aussage gegen Aussage steht. Trotzdem, wenn ein bestimmter Avatar ständig in solche Situationen verwickelt ist, wird's dann doch dermassen auffällig, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er endgültig auffliegt. Deshalb auch noch die weiteren Möglichkeiten:

  • Unbedingt den Text als File abspeichern (Menü "File / Save Message")!!! Allerdings passen nur 100 Zeilen in den Textpuffer. Es ist vielleicht ganz nützlich, ein paar Chats übungshalber mal abzuspeichern, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wann es an der Zeit ist, diesen Text zu speichern. Sehr leicht neigt man dazu, sich auf nur einen Gesprächspartner zu konzentrieren, und die anderen Gesprächsteilnehmer gar nicht wahrzunehmen. So können schnell 100 Zeilen vorbei sein, auch wenn man selbst nur wenig gesagt hat.
  • Ort, Datum, Zeit und mögliche Zeugen notieren. Auch wenn die Zeugen keinen ESP bestätigen können, so können sie wenigstens die Anwesenheit bezeugen, und meistens sind die Pöbeleien und Betrügereien nicht ausschliesslich auf ESP beschränkt.
  • Den Vorfall mit Angabe von Ort, Datum, Zeit und Zeugen in einer Message kurz zusammenfassen und mit dem gespeicherten Textfile als Email an einen Acolyte senden (z.B. Acolyte Michael 72662,2045). Der Vorfall kann dann an die Oracles weitergeleitet werden.

 

Und vergiss nicht

Die allermeisten Avatare sind nette, freundliche und ehrliche Mitbewohner von Phantasus .

 

 


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